Die Förderung der sozialen Kompetenz ist ein Schwerpunkt schulischen Handelns.
Dazu führen wir mit unseren Schülerinnen und Schülern im 8. bzw. 9. Schuljahr ein Sozialprojekt durch. Es wird begleitet von den Lehrerinnen und Lehrern der Fächer Religion und Ethik.
Ziel unseres Projektes ist es, den Schülerinnen und Schülern zu helfen, ihre sozialen und personalen Kompetenzen zu vertiefen, indem sie …
- sich mit Grundbedingungen menschlichen Miteinanders wie Empathie, Kommunikation, Respekt, Höflichkeit usw. auseinandersetzen;
- eine soziale Einrichtung und damit soziale Berufe kennen lernen;
- Beziehungen knüpfen zu Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind;
- einfache soziale Dienste leisten;
- sich selbst als Menschen kennen lernen, die Fähigkeiten besitzen von denen andere profitieren können;
- ihre Erfahrungen reflektieren und in Form eines Berichtes darstellen.
Projektphasen:
1. Vorbereitung
Im zweiten Halbjahr der 8. Klasse stehen zwei Wochenstunden für das Sozialprojekt
zur Verfügung. In dieser Zeit setzen sich die Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Sozialformen mit sozialen Themen auseinander und werden auf ihren Einsatz vorbereitet.
Dabei stehen folgende Unterrichtsinhalte im Vordergrund:
- Sozialverhalten in Theorie und Praxis (Kommunikative Kompetenz, Umgang mit Vorurteilen, Leben mit Behinderungen, Integration statt Ausgrenzung, Empathie und Hilfsbereitschaft);
- Kennenlernen verschiedener sozialer Arbeitsfelder;
- Soziale Einrichtungen vor Ort;
- Entscheidungsfindung: Wo möchte ich mein Praktikum machen?
Als mögliche Einrichtungen können in Frage kommen: Altersheim;
Altenbegegnungsstätte; Kindertagesstätte; Schule für körper- und geistig behinderte Menschen…
- Bewerbungstraining mit Gestaltung einer Bewerbungsmappe;
- Inhalt und Form eines Berichtes.
In dieser Phase wählen sich die Schülerinnen und Schüler in Absprache mit den begleitenden Lehrerinnen und Lehrern eine Praktikumseinrichtung und bewerben sich vor Ort.
2. Praktikum
Der Praktikumseinsatz findet im 1. Schulhalbjahr von Klasse 9 statt. Die Schülerinnen und Schüler sind über einen Zeitraum von einer Woche in der von ihnen gewählten sozialen Einrichtung im Praktikumseinsatz. In dieser Woche findet kein regulärer Unterricht statt.
Die teilnehmenden sozialen Einrichtungen ermöglichen den Schülerinnen und Schülern
einen Einsatz, der ihrem Alter entspricht. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler vor Ort einen festen Ansprechpartner haben, der sie in die Einrichtung und die Tätigkeit einführt und unterstützt.
Die Schülerinnen und Schüler werden auch während der Einsatzwoche von den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern begleitet. Diese halten Kontakt mit den Ein-richtungen und den Praktikanten
3. Auswertung
Am Ende des Projekts steht ein Unterrichtstag zur Verfügung, um die Erfahrungen und Erlebnisse in der Schülergruppe auszutauschen und auszuwerten.
Darüber hinaus verfassen die Schülerinnen und Schüler einen Praktikumsbericht, in dem sie ihre Erfahrungen schildern und reflektieren.
Die Schülerinnen und Schüler erhalten ein Zertifikat und einen positiven Vermerk im Zeugnis.
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